DAV-Schneeschuhtour Kitzbühler Alpen zur Neuen Bamberger Hütte, 26.-28.01.2018

Die ganze Woche schneite es extreme und es war Lawinenwarnstufe 4-5 angesagt. Bernhard studierte jeden Tag den Lawinenlagebericht und holte sich schließlich „grünes Licht“ vom Hüttenwirt Michl. Bei Lawinenwarnstufe 2 und blauen Himmel stiegen wir am Freitag Nachmittag mit 10 Schneeschuhbegeisterten auf zur Neuen Bamberger Hütte. Nach einer LVS-Einweisung genossen wir das super leckere Abendessen.

Um 08:00 Uhr marschierten wir am Samstag bei traumhaften Bedingungen los. Unser Ziel war der Östliche Salzachgeier auf 2466 mtr. Er stellt die höchste Erhebung in dieser Region dar und ist daher ein großartiger Aussichtsberg mit Blick von den Kitzbühler Alpen bis hin zur Reichenspitzgruppe über Gerlos. Aufgrund des starken Schneefalls in den vergangenen Tagen stapften wir durch tiefen Pulverschnee und konnten uns von der grandiosen Fernsicht und der unberührten Natur gar nicht satt sehen. Zurück in der Hütte belohnten sich einige von uns mit einem Jagertee und dem super leckeren Tristkopfstudel (eine Triologie von Mohn-, Quark-, und Apfelstrudel).

Am Sonntag legte die Sonne eine kleine Pause ein und schickte uns dafür ihren Bruder „Wind“. Dieser pfiff uns teilweise ganz schön heftig um die Ohren was uns aber nicht davon abhielt, zusammen mit einigen Skitourengehern den Schafsiedel auf 2447 mtr zu besteigen. Etwas Trittsicherheit aufgrund des verwehten Gipfelhangs war hier erforderlich. Diese Schlüsselstelle wurde aber von allen bravurös gemeistert.

Wieder zurück auf der Hütte verstauten wir unser zurück gelassenes Gepäck und traten zufrieden und glücklich den Abstieg an.

Das durchgängige Fazit der Gruppe war: „wir sind nächstes Jahr wieder mit dabei“ ;-)))
Anbei ein paar Impressionen der Tour!

          

Meditative „Weit-Wanderung“ zu vier Kraftorten am 07.10.2017

Bericht der Teilnehmerin Nicole K.

Um 06:15 Uhr machten wir zehn Wanderlustigen uns auf zu einer meditativen Weitwanderung über 40 km in der Neumarkter Gegend. Wir hatten ca. 12 Stunden Gehzeit plus Pausen vor uns. Der Weg führte uns zu verschiedenen Kraftorten, während wir zeitweise ganz in Stille wanderten, dann wieder interessante Gespräche führten und uns etappenweise in Gedanken den Themen Körper, Beziehung, Beruf / Berufung und Geist widmeten. In der Dunkelheit loszumarschieren hatte schon etwas Meditatives an sich, auch wenn wir zu Beginn der Wanderung noch in Gedanken und fröhlich am Plappern waren. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde bekam jeder Teilnehmer von Bernhard und Andrea ein schönes Notizbüchlein mit Kugelschreiber geschenkt, um im Verlauf des Tages immer wieder Eindrücke und Gedanken notieren zu können.

Der erste Kraftort, an dem wir ankamen, lag in der Burgruine Wolfstein. Hier hielten wir inne und spürten während einer Atemübung in uns hinein. Nach dieser Pause gingen wir in Stille weiter. Unseren Weg kreuzte ein Bäckerbus mit allerlei frischen Backwaren, wovon wir uns kurzerhand mit Proviant eindeckten. Später kehrten wir noch in einer Bäckerei ein und stärkten uns bei Kaffee und Gebäck.

Unser Weg führte über Wiesen und Felder und durch wunderschöne Märchenwälder. Tautropfen glitzerten wie Diamanten an den Blättern und Gräsern. Wir gingen über das sattgrüne weiche Moos, lauschten der Stille und dem Rascheln des bunten Herbstlaubes und bestaunten die verschwenderische Vielfalt an Pilzen, die den Waldboden übersäten. Über allem lag ein mystischer Zauber. Inmitten dieser wunderschönen, beruhigenden Szenerie war es ganz leicht, auch innerlich immer ruhiger und gelassener zu werden. Im Gleichklang der Schritte und in dieser Stille wurden die Gedanken im Kopf ganz von selbst leiser und ebbten mehr und mehr ab.

Inmitten des Waldes kamen wir an unserem zweiten Kraftort an – einer von Menschenhand angelegten Schnecke auf dem Waldboden inmitten der Bäume. Wir schritten achtsam die Schnecke entlang und ließen uns in dieser nieder, um uns im Sehen, Lauschen und Riechen zu üben. Es war faszinierend, was man alles wahrnehmen konnte, wenn man nur innerlich still und aufmerksam wurde. Der Wind rauschte durch die Bäume, die Vögel zwitscherten, und wir atmeten den Duft des Waldes.

Danach stärkten wir uns mit einer Brotzeit und machten uns dann auf den weiteren Weg zu unserem dritten Kraftort an einem besonderen Platz im Wald, wo wir uns zu Trommelklängen und schönen Melodien bei einer spirituellen Übung im Loslassen unserer Belastungen übten. Danach gingen wir in Stille weiter und spürten nach.

Während sich mit der Zeit die innere Ruhe mehr und mehr entfaltete, hatten manche auch zunehmend mit mentalen Hürden oder mit körperlichen Schmerzen zu kämpfen, nachdem uns unsere Füße immerhin schon viele Stunden lang und etliche Kilometer weit tragen mussten. Letztendlich erreichten dennoch alle das Ziel, unseren vierten Kraftort und konnten erschöpft, aber stolz und glücklich einem schönen Abschiedslied lauschen und die Eindrücke des Tages Revue passieren lassen.

Vielen Dank an Andrea und Bernhard für die Organisation dieser tollen Tour und die gelungene Kombination aus körperlicher Aktivität und spiritueller Versunkenheit. Das war eine sehr interessante Erfahrung.

 

Umrundung der Brenta vom 16. – 21.07.2017

Ein lang ersehnter Traum erfüllte sich für uns und Elke. Wir machten uns auf den Weg in die Dolomiten, um in fünf Etappen den wunderbaren Felsstock der „Brenta“ mit seinen luftigen Klettersteigen zu umrunden.
1. Etappe: Von Madonna di Campiglio ging es mit der „Croste“ Bahn auf den Passo del Grostè (2442 mtr). Bei strahlend blauen Himmel und einer grandiosen Fernsicht folgten wir dem Sentiero „Alfredo Benini“ zum Rifugio Tuckett (2268 mtr); (Gehzeit 5 1/2 Std.)
2. Etappe: Der Sentiero „Via delle Bocchette Alte“ führte uns in luftiger Höhe mit vielen senkrechten Leiter-Passagen und Felsbändern zur Alimonta Hütte auf 2591 mtr (Gehzeit 8 1/2 Std.).
3. Etappe: Auf dem Sentiero „Centrali“ hatten wir heute den landschaftlich schönsten Teil des Bocette Wegs vor uns. Nach nahezu jeder Felskurve waren wir überwältigt von der grandiosen Fernsicht, den nicht enden wollenden Steilwänden sowie den Blicken in die Tiefe von den schmalen Felsbändern, auf denen wir standen. Auf dem Rifugio Pedrotti genossen wir noch die Sonnenterrasse (Gehzeit 5 1/2 Std.).
4. Etappe: Der Sentiero „Brentari & dell Ideale“ sollte heute unsere anstrengendste & herausforderndste Tour werden! Wir überquerten das erste Gletscherfeld und stiegen auf zur Bocca di Ambiez (2871 mtr). Wir folgten dem Sentiero „Martinazzi“, der uns über das zweite Gletscherfeld führte. An einer sehr steilen, vereisten Stelle rutschten nacheinander die drei Italiener, die vor uns gingen, ab. Relativ unversehrt, mit einigen Schrammen, kamen sie nach mehreren hundert Metern zum Liegen und konnten ihren Weg fortsetzen. Wir kehrten sofort um und kletterten am Rande des Gletscherfeldes nach unten. Der Weg führte uns danach an der Gletscherzunge und einem Wasserfall vorbei weiter bis zur Brentai Hütte (Gehzeit 9 1/2 Std.)
5. Etappe: Bei dunklen Wolken zogen wir auf dem Ferrata Sentiero „SOSAT“ los, umrundeten den Sockelfelsen der Cima Mandron und warfen einen letzten Blick auf die „Nadel“, das Wahrzeichen der Brenta. Trockenen Fußes kamen wir auf dem Rifugio Tuckett an. Die letzten 1 1/2 Std. führten über herabgefallene Felsbrocken zurück zur Groste Bahn, welche wir pünktlich nach ihrer Mittagspause um 14:00 Uhr erreichten.

Eine unvergessene Tour für uns drei 😉

Klettersteigtour vom 30.06.-02.07.17 ins Stubaital

Trotz der schlechten Wetterprognose machten sich 6 Kletterfexe mit uns auf den Weg ins Stubaital. Vorgenommen hatten wir uns den Elferkofel-Klettersteig, die Ilmspitze (2692 mtr.) und den Habicht (3277 mtr.). Frisch gestärkt mit einem leckeren Stück Torte beim Kaffee Dinzler kamen wir in Neustift an, welches uns mit Sonne begrüßte. Der Elferlift brachte uns auf die Bergstation und hoch motiviert führte uns der Weg zur Elferhütte aufsteigend weiter über den Panoramaweg zum Zwölfniedersattel. Am Einstieg angekommen legten wir unsere Kletterausrüstung an und genossen die ca. 1 km lange Überschreitung der Elferspitze, welche mit unzähligen kleinen Türmchen und Gratstellen ein wunderschönes Klettererlebnis bietet (sogar mit Aussicht zum Habicht).

Nach dem Gipfelfoto ging es wieder abwärts über die Karalm (1747 mtr.). Nun lagen nochmals 622 mtr. Aufstieg zur Innsbrücker Hütte vor uns, welche wir dann doch etwas erschöpft, aber überglücklich erreichten.

Am Samstag meinte es der Wettergott ein weiteres Mal – und entgegen der Wettervorhersage – gut mit uns und so konnten wir uns auf dem Weg zum Ilmspitz-Klettersteig machen. Um 08:00 Uhr marschierten wir los und um 09:00 Uhr waren wir am Einstieg. Ein Schild mit den Worten „Nur für erfahrene Bergsteiger“ erinnerte uns daran, was wir uns vorgenommen hatten ;-). Demütig und mit Blick nach oben legten wir unsere Klettersteigausrüstung an. Die Ilmspitze zählt zu den schönsten und interessantesten Klettersteigen in Tirol. Durch ein Labyrinth aus steilen Platten und Scharten führt der Weg direkt zum Gipfel. Aber auch der Spreizschritt über eine tiefe Rinne und der Klemmblock-Kamin am Ausstiegsgrat lassen keine Wünsche offen. Zum Schluss wollte die Ilmspitze auch noch wissen, ob wir uns abseilen können und auch diesen kleinen Test haben wir bestanden. Überglücklich und mit etwas Adrenalin im Blut traten wir nach 7 Stunden im Klettersteig (4 Std. hoch & 3 Std. hinunter) den Rückweg an. Am Abend ließen wir diesen wunderbaren Tag auf der Hütte Revue passieren.

Der Habicht hatte am Sonntag anscheinend keine Lust auf uns. Zum einen bettete er sich in 40 cm Neuschnee und zum anderen zogen Nebelschwaden vom Tal empor, welche eine gute Sicht unmöglich machten. So genossen wir in aller Ruhe unser Frühstück und nach etwas Knotenkunde traten wir gemütlich den Abstieg über die Karalm und die Pinnisalm an. Ein kurzer Aufstieg führte uns wieder auf die Bergstation des Elferliftes und nach einem kurzen Einkehrschwung traten wir den Rückweg an. Jeder mit seinen eigenen Eindrücken und vermutlich noch etwas Rest-Adrenalin im Blut 😉

Wir danken euch allen für dieses wunderbare Wochenende mit euch!

Andrea & Bernhard

Unsere neue Homepage – Nature Feeling

„nature-feeling“
Unsere Vision ist es, dich aus der hektischen Zeit, in der wir alle leben, etwas heraus zu holen und dir zu zeigen, was es bedeuten kann, mit allen Sinnen im Einklang mit der Natur zu leben und die inneren Reichtümer in dir zu entdecken.

In Achtsamkeit und Gegenwärtigkeit deine Balance zwischen Körper, Geist & Seele wiederherzustellen.

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