Diese DAV-Schneeschuhtour zur Schwarzwasserhütte vom 15.-17.03.2019

wurde zu eine „Achterbahnfahrt der Gefühle“
(Aussage des Teilnehmers Georg über die Tour)!

Die Aussage des Hüttenwirts am Donnerstag Abend war: „kommt mal morgen, ihr könnt auf jeden Fall ein paar schöne Touren gehen, vielleicht nicht alles wie geplant, aufgrund der aktuellen Lawinenlage!“ 
Wie es weiterging kannst du im Bericht von Beate lesen
dafür bitte auf diesen Link klicken => Rückblick von Beate
viel Freude damit ;-).

DAV „Genuss-Schneeschuhtour“ zum Krimmler Tauernhaus 18.-20.01.19

Dieses mal entschieden wir uns für eine „Genuss-Schneeschuhtour“ in den Nationalpark Hohe Tauern. Das Krimmler Tauernhaus auf 1631 mtr., welches seit 620 Jahren im Besitz der Familie Geisler ist, war unser Ziel. Bereits die 1stündige Auffahrt mit dem Husky Schneemobil war für alle ein Genuss. Wie es weiter ging mit dem „Genuss“ Wochenende ist in dem Bericht von der Teilnehmerin Jutta zu lesen.
Dafür bitte auf diesen Link klicken => Schneeschuhwanderung

Schwitzhütte am 17.11.2018

Bericht der Teilnehmerin Sigrid:
Als Schwitzhütten-Neuling war ich wirklich sehr gespannt, was da wohl auf mich zukommen mag. Doch lest selbst…….

Das Wetter war trocken, doch ein eisiger Wind ließ die Temperatur auf gefühlten unter 0 Grad sinken, so dass das kleine Willkommens-Lagerfeuer und der errichte Windschutz von allen dankbar angenommen wurde. Hier weihte uns Od*Chi in das traditionelle Reinigungsritual von Naturvölkern ein.
Um den vollständigen Bericht zu lesen klicke bitte hier auf den Link => Bericht Sigrid

Bericht / Empfindungen / Danke sagen von uns 😉
Der Wind im wunderschönen Labertal empfing uns zum Aufbau des Schwitzhüttenplatzes mit all seiner Intensität. Er pfiff uns kalt um die Ohren und unser gesamtes Orga-Team wurde für das geplante Vorhaben intensiv geprüft. So entstand also ein Windschutz um das Lagerfeuer und es wurden uns einige Teilnehmer früher geschickt mit deren helfenden Hände wir die Decken auf der Schwitzhütte platzieren konnten die uns der Wind immer wieder versuchte davon zu wehen. Kurz vor 18:00 Uhr – dem offiziellen Eintreffen aller Teilnehmer –  war der Schwitzhüttenplatz in einem perfekten Zustand. Die Hütte selbst war mit Schnüren gefestigt und alle Decken blieben somit auf ihrem vorgesehenen Platz liegen. In einer Feuerschale prasselten die Holzscheite und der Windfang bot uns den nötigen Schutz. Od*Chi eröffnete das Schwitzhüttenritual, der Holzstoß mit den Steinen wurde entzündet und es wurde stiller in und um uns. Der Wind bäumte sich noch einmal auf und blies mit aller Kraft in das mittlerweile auflodernde Feuer so dass uns die Funken mystisch in der Dunkelheit um die Ohren flogen. Es war eine natürliche Feuershow die uns in ihren Bann zog. Nun war auch der Wind besänftigt und legte sich zur Ruhe. In der geräumigen Schwitzhütte fanden wir alle gut Platz und Od*Chi führte uns, in seiner bayuwarischen Schwitzhütten-Art und mit seinen mitgebrachten Kräutersuden, die er als Aufguss nutzt, authentisch durch das Ritual mit seinen 4 Runden: Danke sagen; abgeben, bitten und wünschen!.
Die 5 Runde, nämlich die gemeinsame Brotzzeit am Lagerfeuer sitzend, genossen alle sehr. Mitgebrachte Speisen in Schüsselchen drehten ihre Runden und unsere Teller füllten sich immer mehr mit den Köstlichkeiten. Lange saßen wir noch am Lagerfeuer und genossen die kalte, sternenklare Nacht und das prasselnde Feuer vor uns. Ein Teil von uns übernachtete auch vor Ort und wir starteten den Sonntag mit einem gemeinsamen Frühstück und netten Gesprächen bevor sich die Teilnehmer dann von uns verabschiedeten und wir vom Orga-Team den Schwitzhüttenplatz wieder in seinen Ursprungszustand – nämlich einer Kuhweide – versetzten. Ein herzliches Dankeschön von unserer Seite an Od*Chi und seinem Feuermann Bernhard, an alle Teilnehmer & Teilnehmerinnen und natürlich an unseren Gastherrn Gerhard der uns sein wunderschönes Anwesen wieder zur Verfügung stelle. Wir freuen uns schon auf den 11.05.19 dann ist es wieder soweit.

Bis dahin wünschen wir euch allen eine wunderbare Zeit und mögen die Erlebnisse & Erkenntnisse in der Schwitzhütte noch lange ihre Früchte tragen.
Andrea & Bernhard

Meditative Weitwanderung am 29.09.2018

Ein paar Gedanken darüber von dem Teilnehmer Johann B.

14 Stunden meditative Weit-Wanderung. 40 km. Klingt erst mal ziemlich heftig. Zumindest für so Freizeitwanderer wie mich. Um 6.00 Uhr morgens im Dunkeln ging es los. Um 20.00 Uhr abends war der Abschluss. Schön war´s und das Wetter war uns wohlgesonnen. Lange Zeiten gingen wir in der Stille, machten abwechslungsreiche meditative Übungen, bekamen ein Büchlein um Gedanken zu notieren und ein Bändchen um den Arm, um zu zeigen, dass man jetzt gerade nicht sprechen möchte.

Mein Highlight war zum Schluss, im Dunkeln, der letzte Wegabschnitt. Eine kleine, einfache Geh-Meditation, bewusst, ohne Wertung, im „Hier“ und „Jetzt“ mit der Aufmerksamkeit zu den Füßen. Nehmen wie es ist, ohne Wertung. In der Natur gibt es nämlich keine Wertung. Das machen nur wir Menschen. Darum ist es eine zwar herausfordernde, aber aufschlussreiche Übung nur bei dem zu sein, was jetzt gerade ist – bewusst und ohne Wertung. Das nennt man dann Achtsamkeit.

Ein paar Gedanken darüber von der Teilehmerin Martina.

Kurz nach 6 Uhr starteten wir im Dunklen unsere meditative Weitwanderung in östlicher Richtung von Neumarkt.
Für den vollständigen Bericht klicke bitte hier => vollständiger Bericht

 

DAV Tour in die Zillertal Alpen vom 14.-16.09.2018

Bericht des Bergkameraden Manfred B.

Die Alpinisten unter uns hatten im Vorfeld eine schwierige Entscheidung zu treffen. Stand doch parallel auch die interessante Sektionsfahrt zur Winnebachhütte an.  Die Ausschreibung von Andrea & Bernhard in die Zillertaler Alpen, als Hochtour mit leichter Kletterei im I Grad weckte dann doch sehr mein Interesse und so fand ich mich mit 5 anderen Gleichgesinnten am vereinbarten Treffpunkt in Neumarkt ein. Der Bus für die Sektionsfahrt war ebenfalls abfahrbereit. Nachdem ich aber in einige bekannte und allesamt glückliche Gesichter blickte war ich mir sicher, dass ich hier richtig bin. Führt die Fahrt von Bernhards Touren über den Irschenberg steht ja auch immer der legendäre Stopp beim Kaffee Dinzler an. Nachdem ich mich mit ein paar Weißwürsten und einem alkoholfreien Weizen gestärkt hatte, fand sich doch noch ein Plätzchen für ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte. So kann eine wunderschöne Hochtour beginnen.

Für den vollständigen Bericht und der Erklärung was dieses Bild bedeutet klicke bitte hier auf => Bericht Zillertaler Alpen

 

Schwitzhütte am 12.05.2018

Unsere erste Schwitzhütte fand bei traumhaft schönem Wetter im idyllischen Laabertal auf dem Gelände von Gerhard statt. Es fanden sich 18 Teilnehmer-, /Teilnehmerinnen ein um mit uns, dem Schwitzhüttenleiter Od*Chi und seinem Feuermann Bernhard 4 Runden kräftig zu schwitzen.
Die nächste Schwitzhütte findet am 17.11. statt, es ist bereits möglich sich anzumelden (max. 20 Teilnehmer), siehe unter Veranstaltungen!

Hier nun ein paar Eindrücke und im Anschluss ein paar ……….

….. Worte darüber von der Teilnehmerin Britta der wir darüber zutiefst dankbar sind.
klicke dafür auf diesen Link: Britta-Schwitzhuette.pdf

….. Worte darüber von dem Teilnehmer Satnam dem wir darüber zutiefst dankbar sind.

„Eintauchen in den heißen Raum der Erde – und neu die Welt sehen lernen…. 

Ich war zur Schwitzhütte bei Andrea und Bernhard, unter der Leitung von Od*Chi, der in der Tradition indigener Lehrer dieses alte wunderbare Heilungs- und Reinigungsritual erlernt hat und es in eigenem Stil für uns hier und heute weiterentwickelt. Ganz nah – in einem stillen sagenhaften Tal nahe Neumarkt, wurde uns ein liebevoller Ort dazu bereitet.
Od*Chi vermag zu sehen – wo wir gerade innerlich wachsen können, auch in seiner Arbeit mit den Runen.
Der Kreis um das Feuer vor der Schwitzhütte war mir besonders eindrucksvoll – da war das Feuer und die Weite und die Natur gab Antwort und da war Stille und Gesang und Lauschen… wie die Steine, gleichsam im Herzen des Feuers zu Botschaftern der Sonne wurden – wofür sie in indigener Tradition stehen.
Die Schwitzhütte selbst aus Naturmaterial führte uns zurück in die ursprüngliche Berührung mit Menschsein – ohne Kleidung und dunkel und heiß und innen ein tiefes „Ja“ zu dieser Reise in die Nähe von Ursprung und Neugeburt.
Od*Chi leitet das in eher „moderner“ zugleich sehr authentischer Art durch.
Ich genoss die Stille am Ende mit einigen noch in der Schwitzhütte, –
die Stille, in der alle Dinge und Wesen zerfallen und von neuem zur Welt kommen – aus einem nicht von Menschenhand gemachten Ursprung.

 Danke – Euch allen für diese Erfahrung und dass Ihr das uns hier im Raum Neumarkt so nah holt!!

Satnam Paulus-Thomas Weber

 

DAV Schneeschuhtour auf die Schweinfurter Hütte vom 16.-18.03.2018

Bericht des Teilnehmers Johann B. bzw. Bericht seines Rucksacks ;-))

Hochalpine Schneeschuhwanderung – ein Rucksack erzählt!

Gut, ich weiß, normalerweise schreiben hier Menschen ihre Erlebnisse. Aber ich habe mir gedacht, es ist an der Zeit, dass so eine Wanderung auch einmal aus der Sicht eines Rucksacks erzählt wird. Los ging es am 16.03.18 am Volksfestplatz in Neumarkt. Beim Dinzler gab es eine erste Pause. Wie es war, kann ich nicht genau sagen, weil unsereins wird ja bei solchen Anlässen rücksichtslos im Auto zurück gelassen. Scheint aber ganz o.k. gewesen zu sein, weil bei der Weiterfahrt hat einer gesagt: „Bis jetzt war die Schneewanderung super.“ Um 12:15 Uhr kamen wir schließlich beim Parkplatz in Niederthai auf einer Höhe von 1538 Metern an. Ich schnallte mir meinen Menschen um und los ging es, natürlich schon auf Schneeschuhen. Nach einem zügigen Aufstieg erreichten wir die Schweinfurter Hütte in 2028 m Höhe. Wie die Menschen so sind, wollten sich alle sofort ausruhen. Aber da hatten sie die Rechnung ohne den Bernhard und seine Andrea gemacht. Lawinen-Ausbildung war angesagt. So ein Piepsding wurde vergraben und dann hieß es suchen! Mein Mensch hat sich ziemlich doof angestellt. Aber die zwei jungen Menschen, die dabei waren, die hatten Ruck-Zuck den Piepser ausgegraben. Zum krönenden Abschluss wurde dann die Andrea noch eingebuddelt und dann mit den Sonden aufgespießt. War ganz lustig.

Dann gingen alle auf das Zimmer. Ich mag ja diese großen Zimmer gern. Da hat man die Chance auch mal neben jemand Interessanten abzuhängen. Also am ersten Abend da hing neben mir so eine rote Deuterine mit einer süßen gelben Blume, ich muss schon sagen. Aber gehört jetzt nicht hierher. Jedenfalls kamen die Menschen dann pünktlich um 10.00 Uhr herein, erzählten von gutem Essen und Holländern und einem jungen Bergführer mit Bart, auf den eine junge Frau mit Zopf anscheinend ein Auge geworfen hatte und lauter so uninteressante Sachen. Endlich war es ruhig und da kein Schnarcher dabei war, schlief ich ganz gut und war frisch und munter als es am nächsten Morgen nach dem Frühstück los ging. Trotz miserabler Wetterprognose am Vortag war schönster Sonnenschein. Im Gänsemarsch stapften die Menschen durch eine wunderschöne, unberührte, glitzernde hochalpine Wunderwelt. Wirklich überwältigend. Nach 5 Stunden war das Ziel, die Zwieselbach-Scharte auf 2930 Meter erreicht. Andrea hat noch verzweifelt versucht, sich die letzen 70 Höhenmeter zu strecken, um die 3000 zu erreichen. Hat aber nicht geklappt. Dann sind die Menschen plötzlich ganz ruhig geworden und haben die Natur auf sich wirken lassen. Danach ging es wieder den Hang hinunter. Aber wie! Alle sind mitten durch den Tiefschnee nach unten, ja ich muss schon sagen, gesprungen, gehüpft und gepurzelt. Und ein Gekreische war das. Ich selbst bin mit dem Gesicht voll im Schnee gelandet. Manchmal sind erwachsene Menschen wirklich kindisch. Aber ein großer Spaß war das schon. Dann machten wir uns auf dem Rückweg und alle kamen zwar erschöpft aber glücklich in der Hütte an.

Am nächsten Tag war wieder eitel Sonnenschein. Inzwischen glaube ich ja, dass der Bernhard gar keine Lawinensuchgeräte dabei hatte. Das waren Sonnensuchgeräte. Wenn man die auf Senden stellt, dann werden sie von der Sonne angepeilt. So muss das sein, denn am Vorabend hieß es noch, das Wetter wird schlecht. Dreimal dreihundert Höhenmeter waren nun angesagt. Hinauf auf das Gipfelkreuz der Kaspresspitze auf 2954 m. Das letzte Stück war dann wirklich steil. Also richtig steil. Ich habe natürlich gemerkt, dass einigen dabei ganz mulmig war. Aber die Menschen, die tun dann immer besonders cool und so hat sich keiner etwas anmerken lassen. Bernhard und Andrea haben ja auch gut auf alle aufgepasst und sie angefeuert. Alle waren superhappy als sie am Gipfel standen. Der Blick von oben war „gigantisch“, „atemberaubend“, „irre“, sowas haben zumindest die Menschen behauptet. Gut, zugegeben, war wirklich besonders. Zwei Sachen will ich noch erzählen, die auf dem Rückweg passiert sind. Kaum vom Gipfel abgestiegen hielten alle an. Eine Menschenfrau holte kleine Becher und ein Fläschchen aus einem meiner Kollegen. Alle bekamen zu trinken und plötzlich sangen sie „Hoch soll er leben“ und solche Sachen. Vielleicht deshalb, weil wir so hoch oben waren. Und von einem ganz komisches Ritual muss ich noch erzählen, das öfter vorgekommen ist. Manchmal halten alle an. Dann wird zu den Männern gesagt, sie sollen zum Beispiel einen bestimmten Berg genau beobachten. Das tun die dann auch. Derweilen schleichen Frauen nach hinten davon und setzen sich in den Schnee. Ich hab das gesehen, weil ich häng ja am Rücken. Dann kommen sie zurück, alle tun so, als wäre nichts gewesen und gehen weiter. Wie gesagt, vielleicht ist das eine Art Beschwörungsritual zum Lawinenbannen oder so ähnlich. Als einfacher Rucksack kann ich auf jeden Fall nicht verstehen, was das soll. Nun gut. Auf jeden Fall ging es jetzt zurück zur Hütte. Es gab Mittagessen und dann war schon Aufbruchzeit zurück zum Parkplatz. Der Rückweg war noch einmal ein Highlight. Die Menschen schwärmten von einer mystischen Winter-Waldlandschaft. Auch ich war auf Wolke Sieben, weil ich die meiste Zeit neben der roten Deuterine getragen wurde. Dann war auch schon der Parkplatz da. Es ging ans Einpacken und Verabschieden. So wie die Menschen sich benahmen, hatten sie sich anscheinend alle lieb gewonnen. Bernhard und Andrea wurden hoch gelobt und alle schwärmten davon wie schön es war. Ich denke, die sind irgendwann auf jeden Fall wieder dabei. Und ich hoffe, ich finde auch bald wieder einen Menschen, der mich durch diese Schneeglitzerwelt trägt. Übrigens, sollte jemand die Mobilnummer von der roten Deuterine mit der gelben Blume wissen, her damit.

DAV-Schneeschuhtour Kitzbühler Alpen zur Neuen Bamberger Hütte, 26.-28.01.2018

Die ganze Woche schneite es extreme und es war Lawinenwarnstufe 4-5 angesagt. Bernhard studierte jeden Tag den Lawinenlagebericht und holte sich schließlich „grünes Licht“ vom Hüttenwirt Michl. Bei Lawinenwarnstufe 2 und blauen Himmel stiegen wir am Freitag Nachmittag mit 10 Schneeschuhbegeisterten auf zur Neuen Bamberger Hütte. Nach einer LVS-Einweisung genossen wir das super leckere Abendessen.

Um 08:00 Uhr marschierten wir am Samstag bei traumhaften Bedingungen los. Unser Ziel war der Östliche Salzachgeier auf 2466 mtr. Er stellt die höchste Erhebung in dieser Region dar und ist daher ein großartiger Aussichtsberg mit Blick von den Kitzbühler Alpen bis hin zur Reichenspitzgruppe über Gerlos. Aufgrund des starken Schneefalls in den vergangenen Tagen stapften wir durch tiefen Pulverschnee und konnten uns von der grandiosen Fernsicht und der unberührten Natur gar nicht satt sehen. Zurück in der Hütte belohnten sich einige von uns mit einem Jagertee und dem super leckeren Tristkopfstudel (eine Triologie von Mohn-, Quark-, und Apfelstrudel).

Am Sonntag legte die Sonne eine kleine Pause ein und schickte uns dafür ihren Bruder „Wind“. Dieser pfiff uns teilweise ganz schön heftig um die Ohren was uns aber nicht davon abhielt, zusammen mit einigen Skitourengehern den Schafsiedel auf 2447 mtr zu besteigen. Etwas Trittsicherheit aufgrund des verwehten Gipfelhangs war hier erforderlich. Diese Schlüsselstelle wurde aber von allen bravurös gemeistert.

Wieder zurück auf der Hütte verstauten wir unser zurück gelassenes Gepäck und traten zufrieden und glücklich den Abstieg an.

Das durchgängige Fazit der Gruppe war: „wir sind nächstes Jahr wieder mit dabei“ ;-)))
Anbei ein paar Impressionen der Tour!

          

Meditative „Weit-Wanderung“ zu vier Kraftorten am 07.10.2017

Bericht der Teilnehmerin Nicole K.

Um 06:15 Uhr machten wir zehn Wanderlustigen uns auf zu einer meditativen Weitwanderung über 40 km in der Neumarkter Gegend. Wir hatten ca. 12 Stunden Gehzeit plus Pausen vor uns. Der Weg führte uns zu verschiedenen Kraftorten, während wir zeitweise ganz in Stille wanderten, dann wieder interessante Gespräche führten und uns etappenweise in Gedanken den Themen Körper, Beziehung, Beruf / Berufung und Geist widmeten. In der Dunkelheit loszumarschieren hatte schon etwas Meditatives an sich, auch wenn wir zu Beginn der Wanderung noch in Gedanken und fröhlich am Plappern waren. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde bekam jeder Teilnehmer von Bernhard und Andrea ein schönes Notizbüchlein mit Kugelschreiber geschenkt, um im Verlauf des Tages immer wieder Eindrücke und Gedanken notieren zu können.

Der erste Kraftort, an dem wir ankamen, lag in der Burgruine Wolfstein. Hier hielten wir inne und spürten während einer Atemübung in uns hinein. Nach dieser Pause gingen wir in Stille weiter. Unseren Weg kreuzte ein Bäckerbus mit allerlei frischen Backwaren, wovon wir uns kurzerhand mit Proviant eindeckten. Später kehrten wir noch in einer Bäckerei ein und stärkten uns bei Kaffee und Gebäck.

Unser Weg führte über Wiesen und Felder und durch wunderschöne Märchenwälder. Tautropfen glitzerten wie Diamanten an den Blättern und Gräsern. Wir gingen über das sattgrüne weiche Moos, lauschten der Stille und dem Rascheln des bunten Herbstlaubes und bestaunten die verschwenderische Vielfalt an Pilzen, die den Waldboden übersäten. Über allem lag ein mystischer Zauber. Inmitten dieser wunderschönen, beruhigenden Szenerie war es ganz leicht, auch innerlich immer ruhiger und gelassener zu werden. Im Gleichklang der Schritte und in dieser Stille wurden die Gedanken im Kopf ganz von selbst leiser und ebbten mehr und mehr ab.

Inmitten des Waldes kamen wir an unserem zweiten Kraftort an – einer von Menschenhand angelegten Schnecke auf dem Waldboden inmitten der Bäume. Wir schritten achtsam die Schnecke entlang und ließen uns in dieser nieder, um uns im Sehen, Lauschen und Riechen zu üben. Es war faszinierend, was man alles wahrnehmen konnte, wenn man nur innerlich still und aufmerksam wurde. Der Wind rauschte durch die Bäume, die Vögel zwitscherten, und wir atmeten den Duft des Waldes.

Danach stärkten wir uns mit einer Brotzeit und machten uns dann auf den weiteren Weg zu unserem dritten Kraftort an einem besonderen Platz im Wald, wo wir uns zu Trommelklängen und schönen Melodien bei einer spirituellen Übung im Loslassen unserer Belastungen übten. Danach gingen wir in Stille weiter und spürten nach.

Während sich mit der Zeit die innere Ruhe mehr und mehr entfaltete, hatten manche auch zunehmend mit mentalen Hürden oder mit körperlichen Schmerzen zu kämpfen, nachdem uns unsere Füße immerhin schon viele Stunden lang und etliche Kilometer weit tragen mussten. Letztendlich erreichten dennoch alle das Ziel, unseren vierten Kraftort und konnten erschöpft, aber stolz und glücklich einem schönen Abschiedslied lauschen und die Eindrücke des Tages Revue passieren lassen.

Vielen Dank an Andrea und Bernhard für die Organisation dieser tollen Tour und die gelungene Kombination aus körperlicher Aktivität und spiritueller Versunkenheit. Das war eine sehr interessante Erfahrung.

 

Umrundung der Brenta vom 16. – 21.07.2017

Ein lang ersehnter Traum erfüllte sich für uns und Elke. Wir machten uns auf den Weg in die Dolomiten, um in fünf Etappen den wunderbaren Felsstock der „Brenta“ mit seinen luftigen Klettersteigen zu umrunden.
1. Etappe: Von Madonna di Campiglio ging es mit der „Croste“ Bahn auf den Passo del Grostè (2442 mtr). Bei strahlend blauen Himmel und einer grandiosen Fernsicht folgten wir dem Sentiero „Alfredo Benini“ zum Rifugio Tuckett (2268 mtr); (Gehzeit 5 1/2 Std.)
2. Etappe: Der Sentiero „Via delle Bocchette Alte“ führte uns in luftiger Höhe mit vielen senkrechten Leiter-Passagen und Felsbändern zur Alimonta Hütte auf 2591 mtr (Gehzeit 8 1/2 Std.).
3. Etappe: Auf dem Sentiero „Centrali“ hatten wir heute den landschaftlich schönsten Teil des Bocette Wegs vor uns. Nach nahezu jeder Felskurve waren wir überwältigt von der grandiosen Fernsicht, den nicht enden wollenden Steilwänden sowie den Blicken in die Tiefe von den schmalen Felsbändern, auf denen wir standen. Auf dem Rifugio Pedrotti genossen wir noch die Sonnenterrasse (Gehzeit 5 1/2 Std.).
4. Etappe: Der Sentiero „Brentari & dell Ideale“ sollte heute unsere anstrengendste & herausforderndste Tour werden! Wir überquerten das erste Gletscherfeld und stiegen auf zur Bocca di Ambiez (2871 mtr). Wir folgten dem Sentiero „Martinazzi“, der uns über das zweite Gletscherfeld führte. An einer sehr steilen, vereisten Stelle rutschten nacheinander die drei Italiener, die vor uns gingen, ab. Relativ unversehrt, mit einigen Schrammen, kamen sie nach mehreren hundert Metern zum Liegen und konnten ihren Weg fortsetzen. Wir kehrten sofort um und kletterten am Rande des Gletscherfeldes nach unten. Der Weg führte uns danach an der Gletscherzunge und einem Wasserfall vorbei weiter bis zur Brentai Hütte (Gehzeit 9 1/2 Std.)
5. Etappe: Bei dunklen Wolken zogen wir auf dem Ferrata Sentiero „SOSAT“ los, umrundeten den Sockelfelsen der Cima Mandron und warfen einen letzten Blick auf die „Nadel“, das Wahrzeichen der Brenta. Trockenen Fußes kamen wir auf dem Rifugio Tuckett an. Die letzten 1 1/2 Std. führten über herabgefallene Felsbrocken zurück zur Groste Bahn, welche wir pünktlich nach ihrer Mittagspause um 14:00 Uhr erreichten.

Eine unvergessene Tour für uns drei 😉