Umrundung der Brenta vom 16. – 21.07.2017

Ein lang ersehnter Traum erfüllte sich für uns und Elke. Wir machten uns auf den Weg in die Dolomiten, um in fünf Etappen den wunderbaren Felsstock der „Brenta“ mit seinen luftigen Klettersteigen zu umrunden.
1. Etappe: Von Madonna di Campiglio ging es mit der „Croste“ Bahn auf den Passo del Grostè (2442 mtr). Bei strahlend blauen Himmel und einer grandiosen Fernsicht folgten wir dem Sentiero „Alfredo Benini“ zum Rifugio Tuckett (2268 mtr); (Gehzeit 5 1/2 Std.)
2. Etappe: Der Sentiero „Via delle Bocchette Alte“ führte uns in luftiger Höhe mit vielen senkrechten Leiter-Passagen und Felsbändern zur Alimonta Hütte auf 2591 mtr (Gehzeit 8 1/2 Std.).
3. Etappe: Auf dem Sentiero „Centrali“ hatten wir heute den landschaftlich schönsten Teil des Bocette Wegs vor uns. Nach nahezu jeder Felskurve waren wir überwältigt von der grandiosen Fernsicht, den nicht enden wollenden Steilwänden sowie den Blicken in die Tiefe von den schmalen Felsbändern, auf denen wir standen. Auf dem Rifugio Pedrotti genossen wir noch die Sonnenterrasse (Gehzeit 5 1/2 Std.).
4. Etappe: Der Sentiero „Brentari & dell Ideale“ sollte heute unsere anstrengendste & herausforderndste Tour werden! Wir überquerten das erste Gletscherfeld und stiegen auf zur Bocca di Ambiez (2871 mtr). Wir folgten dem Sentiero „Martinazzi“, der uns über das zweite Gletscherfeld führte. An einer sehr steilen, vereisten Stelle rutschten nacheinander die drei Italiener, die vor uns gingen, ab. Relativ unversehrt, mit einigen Schrammen, kamen sie nach mehreren hundert Metern zum Liegen und konnten ihren Weg fortsetzen. Wir kehrten sofort um und kletterten am Rande des Gletscherfeldes nach unten. Der Weg führte uns danach an der Gletscherzunge und einem Wasserfall vorbei weiter bis zur Brentai Hütte (Gehzeit 9 1/2 Std.)
5. Etappe: Bei dunklen Wolken zogen wir auf dem Ferrata Sentiero „SOSAT“ los, umrundeten den Sockelfelsen der Cima Mandron und warfen einen letzten Blick auf die „Nadel“, das Wahrzeichen der Brenta. Trockenen Fußes kamen wir auf dem Rifugio Tuckett an. Die letzten 1 1/2 Std. führten über herabgefallene Felsbrocken zurück zur Groste Bahn, welche wir pünktlich nach ihrer Mittagspause um 14:00 Uhr erreichten.

Eine unvergessene Tour für uns drei 😉